Sonntag, 18. September 2011

Indianerehrenwort.




Die Zeit läuft. Sie wartet nicht auf dich, sie bleibt nicht stehen und sie geht auf gar keinen Fall für dich zurück.
Was geschehen ist, ist geschehen, dann kannst du es nicht mehr rückgängig machen. Pech für dich. Hättest du vorher wissen müssen. Beim nächsten Mal klappt's besser.
Aber was wäre, wenn ich darauf keine Lust mehr habe? Wenn ich das alles satt habe und mich auf den Boden werfen will - weinend und mit Händen und Füßen strampelnd? Ich sage, die Zeit kann mich mal.
Aber das ist leichter gesagt als getan.
Denn manchmal wünsche ich mir wirklich die alten Zeiten zurück.
Als mein Bruder noch zu mir kam, wenn er etwas auf dem Herzen hatte. Als wir uns einfach mal in den Zug gesetzt haben und irgendwo hin gefahren sind.
Als meine Schwester und ich X-Factor - Das Unfassbare geguckt haben, weil wir nichts anderes zutun hatten. Es war Sonntag und wir waren allein zuhause. Als unser Vater noch der Held war, der alles konnte und uns vor allem Bösen beschützt hat.
Als da noch keine Verachtung in der Stimme lag, wenn jemand dieses eine Thema angesprochen hat.
Ich kann auch sagen: Als es mir egal war, ob ich Antworten auf irgendetwas hatte. Ich war zufrieden mit dem, was ich hatte, was ich wollte, was ich wusste.
Dorthin will ich zurück. Nur dieses eine Mal, bitte! Danach auch nie wieder, ich schwöre es. Hoch und heilig! Indianerehrenwort!

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„Besser kritisiert als ignoriert. Ich kann wunderbar leben mit schlechter Kritik.“ - Frank Farian

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