Montag, 12. Dezember 2011

Das Böse in uns - Cody McFadyen



Das Böse in uns von Cody McFadyen
448 Seiten, Thriller
erschienen am 20. August 2010 (7. Auflage)
aus dem Englischen von Axel Merz

Klappentext: Es mag ein Zufall sein, dass gerade du dieses Buch in den Händen hältst.
Vielleicht aber auch nicht. Ich habe dich schon lange im Visier und beobachte dich, während du diese Zeilen liest. Ich kenne dein kleines Geheimnis. Es lastet wie ein dunkler Schatten auf deiner Seele. Keine Angst. Ich werde dich davon erlösen!

>>Ich habe das Buch in der Nacht zu Ende gelesen, voller Erleichterung aufgeatmet, dass das Gute das Böse besiegt hat – aber danach alle Türen verschlossen und die Fenster verriegelt.<< Manuela Martini, Focus.de



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Inhalt: Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. Doch nach der Landung entdeckt die Besatzung die Leiche einer jungen Frau. Sie wurde während des Fluges ermordet. Der Täter ist spurlos verschwunden. Für die FBI-Agentin Smoky Barrett gibt es lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer? Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

Bewertung: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es an mir oder dem Buch liegt. Es wurde von einigen bis in den Himmel gelobt, der Angestellte aus meiner Lieblingsbuchhandlung hat es mir empfohlen und auch die Kommentare im Einband des Buches verweisen auf puren Nervenkitzel beim Lesen. Leider habe ich davon nichts gemerkt.

Ich muss gestehen, dass die Story des Buches wirklich gut ist. Ein Psychopath, der denkt er würde die Menschen von ihrem Leid befreien, indem er sie zum Beichten bringt, damit „Gott ihnen ihre Sünden vergibt“ und sie in den Himmel kommen.
Allerdings ist diese Idee unglaublich schlecht umgesetzt, wie ich finde.
Es wurde keine richtige Spannung aufgebaut, sodass man das Buch am liebsten in einem Rutsch hätte durchlesen wollen. Nicht einmal am Schluss, als sich dann nach und nach alles aufgeklärt hat und das große Finale kam.

Im Allgemeinen plätschert das Buch nur so vor sich hin. Man erfährt zu Anfang die Fakten.
Frau wird tot im Flugzeug gefunden, Frau ist keine Frau, Frau ist der Sohn/die Tochter eines Kongressabgeordneten, niemand darf etwas erfahren, im Körper der Frau wird ein Kreuz gefunden…zwei weitere Opfer werden gefunden, eine Frau und ein Mann, wobei der Mann nur Mittel zum Zweck war. So. Ende Gelände. Danach setzt das übliche „Das-ist-der-schwerste-Fall-den-wir-jemals-gehabt-haben-wir-kommen-nicht-weiter-Klischee“ ein, das man so oft in Krimis findet. Dagegen habe ich auch eigentlich nichts einzuwenden. Eigentlich sollte das ja Spannung aufbauen und so weiter, richtig? Tut es aber nicht. Es langweilt.
Man erfährt mehr und mehr über die Protagonisten Smoky Barrett, über ihr Leben, ihre Familie, ihre schreckliche Vergangenheit, aber eigentlich tappen alle im Dunkeln.
Und das zieht sich dann über hmm, ich schätze mal so 200-300 Seiten.
Bis es dann irgendwann mal weiter geht, sind gefühlte sechs Monate vergangen.
Ihr habt es ja selbst gemerkt, wie langsam ich nur vorankam.

So. Dann möchte ich noch erwähnen, was mich gerade ziemlich empört hat! Ich bin ja eigentlich niemand, der zu viel verrät, aber das ist wirklich zu viel für mich.
Die Inhaltsangabe, die ich euch weiter oben gegeben habe, ist ja aus dem Buch selbst.
Also ich habe sie nicht selbst geschrieben…
Und jetzt steht da: Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.
Nur leider ist das total gelogen! Und sowas kann ich gar nicht leiden. Wenn ich mir das durchlese und denke „Hmm, das klingt spannend, könnte sich lohnen“ dann erwarte ich ja auch, dass die Angaben, die dort stehen, stimmen.
Also wie gesagt, sowas kann ich gar nicht leiden. Das geht echt nicht.

Na ja, also mein Fazit: Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an das Buch ran gegangen, vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich sehr kritisch bin, was Bücher angeht.
Spätestens als ich festgestellt habe, dass die Inhaltsangabe nicht stimmt, ist das Buch bei mir total durchgefallen, auch wenn der Autor selbst nichts dafür kann.
Wenn ihr das Buch trotzdem lest, solltet ihr die Latte nicht zu hoch legen, denn so umgehauen hat es mich nicht.

Kommentare:

  1. Darf ich mal fragen, was dich dazu bewegt hat deinen Blog in diesem "Aufzug" wieder online zu stellen? Ich finde es ist total anstrengend zu lesen. Alles hakt und braucht so lang um sich aufzubauen. Und irgendwie stört mich der Header tierisch. Ich weiß auch nicht, aber ich muss mich jedes mal irgendwie "überwinden" die spannenden Artikel auf deinem Blog durchzulesen. Aber sobald ich dann irgendwie scrolle hab ich keine Lust mehr. Alles ist total unübersichtlich geworden. Keine Ahnung weshalb.

    =( Wirklich schade. Ich würd so gern wieder mit Freude hier lesen!

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  2. Hmm, das ist schade, ja. :(
    Aber komischerweise funktioniert das bei mir alles gut. Bei mir wird alles schnell geladen und es hakt auch nichts. Eventuell liegt es ja an deinem Browser oder deiner Internetverbindung? Ich kann es mir nicht anders erklären..

    Liebe liebe Grüße, Noelle ♥

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„Besser kritisiert als ignoriert. Ich kann wunderbar leben mit schlechter Kritik.“ - Frank Farian

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