Dienstag, 31. Januar 2012

Projekt 2012 - Monatsrückblick Januar.




So, nun ist das Jahr auch schon wieder einen Monat alt und ich „muss“ meinen Monatsrückblick schreiben.
Ich bin immer noch überzeugt von meinem kleinen Vorhaben. Um ehrlich zu sein, hätte ich damit gerechnet, dass es schnell langweilig wird, aber ich bin noch mit Begeisterung dabei. :D
Ich muss zwar leider sagen, dass ich für einige Punkte noch keine Zeit hatte, aber alles was „leicht“ zu bewältigen ist, wird momentan von mir umso mehr beachtet.
Zum Beispiel Punkt zwei und drei (Mehr lernen und mich ganz auf die Schule konzentrieren), Punkt sechs (Tagebuch kaufen und regelmäßig rein schreiben), Punkt neun (Yoga) ist zurzeit in Bearbeitung, und in Punkt zwölf bin ich auch einen Schritt weiter gekommen.
Außerdem habe ich mir überlegt, mir einen Ordner anzulegen und dort alle Monatsrücklicke plus den Jahresrückblick einzuheften. Das mache ich dann spätestens am Ende des Jahres.
Ich habe einigen Punkten auch einen oder mehrere Monat/e zugeordnet.
Als nächstes wird die Sache mit dem Nebenjob in Angriff genommen. Außerdem Punkt vier, neun und 15a.
Ich neige zwar dazu, mich selbst zu überschätzen, aber ich bin recht zuversichtlich, dass das was wird.

Ansonsten kann ich sagen, dass es schon mal ein guter Start ins Jahr war und dass, wenn es so weiter geht, der letzte Punkt auf meiner Liste gar kein Problem darstellen wird.


Noelle ♥

Sonntag, 29. Januar 2012

Hier ist das tiefste Geheimnis, das keiner kennt.



Hier ist das tiefste Geheimnis, das keiner kennt.
Ich trage dein Herz bei mir - E.E. Cummings

Ich war schon immer auf der Suche gewesen. Auf der Suche nach Menschen, die mir ähnlich sind, nach dem Gefühl vor Freude im Regen tanzen zu wollen, und nach dem Moment.

Ich hatte nie Menschen gefunden, die mir ähnlich waren, ich hatte auch nie im Regen getanzt und der Moment...der blieb aus.
Mein ganzes Leben war immer strikt durchgeplant gewesen. Von der Klavierstunde bis hin zum College.
Ich hatte einen Plan für mich. Ich wollte mein Abitur machen, dann studieren, in eine große Stadt ziehen, dort als Journalistin arbeiten, mir den Mann für’s Leben suchen, heiraten, ein Haus kaufen, zwei Kinder bekommen und einen Hund haben.
Ich wollte später, wenn mein Mann und ich alt und grau sein würden, auf einer Hollywoodschaukel auf der Veranda sitzen, Pullover für meine Enkel stricken und Tee trinken. Ich hatte vor die wahre Liebe zu finden und für immer mit ihm zusammen zu bleiben. Ja, ich hatte mein Leben durchgeplant. Vom Anfang bis zum Ende. Diesen Plan hatte ich in der fünften Klasse auf rosarotem Papier mit Herzchen entworfen.
Und dieses Blatt verstaute ich seitdem in einem Karton unter meinem Bett. Zusammen mit meinen wertvollsten Schätzen.
Man könnte sagen, ich wusste schon immer ganz genau, was ich will.

Wenn man ein Kind fragt, was es später mal werden möchte, sagt es vielleicht Astronaut, Feuerwehrmann, Lehrerin oder Prinzessin. Zwei, drei Jahre später würden die Antworten etwas anders ausfallen und nochmal fünf Jahre später werden es vielleicht sogar wirklich realistische Vorstellungen. Aber man weiß nie, was auf einen zu kommt.
Ich war immer ein gutes Kind, habe nie großen Ärger bereitet und mich, als ich älter wurde, nachts nie mit irgendwelchen Jungs rumgetrieben, habe immer fleißig für die Schule gelernt und meinen Plan vor Augen gehabt.

Ich habe es nie gefunden. Seien es die Menschen, das Gefühl oder der Moment. Oder andere unzählige Dinge, nach denen ich gesucht habe.
Ich habe auch nie die Ecke in der Gesellschaft gefunden, in die ich wirklich reinpasste. Überall fühlte ich mich, als würde ich nicht dazu gehören.
Aber ich war nicht unglücklich darüber. Es gab dann einen Zeitpunkt, an dem das „wie“ keine Rolle mehr für mich spielte.
Es war mir egal, dass diese Menschen nicht so waren, wie ich. Und es war mir egal, dass dieses Gefühl zwar gelegentlich da war, aber ich mich nie traute, es heraus zu lassen und es war mir egal, dass ich nie für den Moment lebte, sondern immer für den darauf.

Ich hatte immer Ausschau nach diesen Dingen gehalten…aber in Wirklichkeit war ich immer au
f der Suche nach mir selbst.

Montag, 23. Januar 2012

Gott ist tot.


„Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet, – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? […] Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“

[Friedrich Nietzsche (Werk: Die fröhliche Wissenschaft, Aph. 125 - Der tolle Mensch)]

Nietzsche ist mir so verdammt sympathisch. 

Samstag, 21. Januar 2012

Nichts zu sagen.


Hallo ihr Lieben. (:
In letzter Zeit blogge ich ja nicht mehr ganz so viel, aber es ist nun mal auch wieder Schule und ich bemühe mich, mich mindestens einmal in der Woche bei euch zu melden.
Ich bin allerdings auch etwas unkreativ muss ich sagen. :D
Jetzt ist erst mal Wochenende und ja, viel vor hab ich eigentlich nicht, habe einiges zuhause zu tun und ja.

Wisst ihr was? Ich hatte ganz vergessen, mich bei Darlyn für die Blogvorstellung zu bedanken. :(
Also danke nachträglich. (:

Ich habe aber irgendwie nichts zu erzählen. Ist alles beim Alten. deswegen beende ich das einfach mal hier und wünsche euch noch ein schönes Wochenende. (:

Noelle ♥

Donnerstag, 19. Januar 2012

Wie Träume, Seufzer, stille Wünsche, der armen kranken Leidenschaft Gefolge.



„Weißt du, Schatz. Wenn Benjamin endlich mal etwas erfolgreicher wäre mit seiner Schauspielerei, dann wäre er vielleicht auch nicht immer so unzufrieden. Dann würde das auch besser mit euch beiden klappen.“
Madeleine verdrehte die Augen, als sie ihrer Mutter zuhörte. Schon seit dem Abend vor zwei Jahren, an dem sie ihr Benjamin vorgestellt hatte, konnte sie ihn nicht leiden.
Es war ein einziger Albtraum gewesen. Während er sich mit ihrem Vater bestens verstand, konnte sie nicht umhin zu bemerken, wie ihre Mutter ihn missbilligend musterte, als er von seinem Beruf als Schauspieler erzählte und bei generell allem, was er sagte.
Ihre Mutter hatte ihn noch nie leiden können. Er wäre nicht gut genüg für Madeleine. Sie hätte sich jemand anderen für sie gewünscht. Jemanden mit mehr Klasse. Sieh ihn dir doch nur mal an, hatte sie zu ihrem Mann gesagt.
Madeleine hatte immer darüber hinweg sehen können, so wie sie schon immer über ihre Mutter hinweg sah. Über die bissigen Bemerkungen und die Blicke.
„So eine Schauspielkarriere braucht nun mal seine Zeit. Niemand wird über Nacht berühmt“, erwiderte Madeleine. „Außerdem ist er 24. Du tust so, als hätte er seine besten Jahre bereits hinter sich.“
„Man weiß doch nie, was passiert.“
„Ganz genau. Vielleicht wird er morgen auf dem Weg zum Bäcker entdeckt und verdient viel Geld und ist berühmt.“
Sie hörte ihre Mutter seufzen und konnte förmlich durch das Telefon sehen, wie sie ihre schmalen Lippen aufeinander presste.
„Alles, was ich sagen will, ist, dass er damit wohl kaum euren Lebensunterhalt bestreiten kann.“
„Das muss er auch nicht! Jedenfalls nicht alleine, schließlich gehe ich auch arbeiten“, schnaubte Madeleine und war wieder kurz davor, sich mit ihrer Mutter zu streiten.
Oder taten sie das nicht schon längst?
Aus diesem Grund rief sie sie nie an, weil sie genau diese Themen vermeiden wollte. Sie wollte nicht noch einen Grund haben, sich nicht bei ihr zu melden. So merkwürdig das auch klingen mochte.
„Madeleine“, sie lachte herablassend, „du bist Kellnerin in einer Bar und verdienst fünf Euro in der Stunde.“
Nun reichte es ihr, sie wollte sich nicht länger anhören müssen, was sie alles falsch machte und was schief lief in ihrem Leben. Sie war 23, sie stand an der Schwelle zum Leben, sie war jung und ihr standen alle Möglichkeiten offen. Sie wollte sich nicht verurteilen lassen, nur, weil der Start ein bisschen missglückt war. Sie würde noch aufholen.
„Es kann nun mal nicht jeder reich heiraten und dann sein Leben lang auf der faulen Haut sitzen, so wie du!“
Und ab hier war das Telefonat eine reine Katastrophe. Was nicht heißt, dass es zuvor besser gewesen wäre.
Doch als es endlich zu Ende war und Madeleine den Hörer auflegen konnte, atmete sie erleichtert aus.
Die Beziehung zu ihrer Mutter war schon immer wacklig gewesen. Und sie machte auch kein Geheimnis aus ihrer Abneigung gegenüber Madeleines Freund Benjamin, was nicht gerade förderlich war.
Madeleine saß am Esszimmertisch und massierte sich die Schläfen. Von Gesprächen mit ihrer Mutter bekam sie meist Kopfschmerzen.
Der Streit mit Benjamin war schon am Abend vorher aus dem Weg geräumt worden.
Er war nach Hause gekommen, als sie schon im Bett lag, hatte sich zu ihr ins Bett und einen Arm um sie gelegt. Dann hatte er gesagt, dass es ihm leid täte und dass er es hasste, sich mit ihr zu streiten. Sie hatte entgegnet, dass es ihr ebenfalls leid tat und dass es alles aus den Fugen geraten war.
Und heute Morgen war alles wieder in Ordnung. Ein neuer Tag, eine neue Chance.
Madeleine stand auf, um in die Küche zu gehen und sich eine Tasse Tee zu machen. Es war der 13. Oktober und mittlerweile wurde es immer kühler draußen.
Heute war einer dieser Tage, an denen man sich am liebsten mit einem Tee und einer kuscheligen Wolldecke auf die Couch setzen und lesen würde, aber leider hatte sie keine Zeit dafür. Sie müsste später noch arbeiten gehen und vorher duschen und das Abendessen vorbereiten. Sie genoss kurz die Stille, stand mit geschlossenen Augen an die Küchenzeile angelehnt, atmete ruhig ein und aus.

„Und bei euch ist wieder alles in Ordnung?“, fragte Mark mit einem Unterton in der Stimme, der wohl seine Irritation ausdrücken sollte.
„Ja, wir haben uns wieder vertragen.“
Mark nickte anerkennend und nippte an seinem Kaffee. „Manchmal bewundere ich euch für eure Beziehung.“
Benjamin warf den Kopf in den Nacken und lachte laut. Doch als er Marks Blick bemerkte, verstummte er und räusperte sich. „‘Tschuldige, ich dachte, das wäre ein Scherz.“
„Nein, ich meinte das ernst. Ihr streitet euch zwar relativ oft, nach dem, was du mir so erzählst, aber am nächsten Tag ist es, als wäre nie etwas passiert.“
„Und was genau bewunderst du daran jetzt?“
„Ich finde, das zeigt, wie sehr ihr euch tatsächlich liebt.“
Benjamin lachte erneut. „Sag mal, wo hast du eigentlich heute deine Eier gelassen?“
Mark war eingeschnappt und schmollte.
„Ach komm“, Benjamin stieß ihm mit dem Ellenbogen in die Seite, „das war ein Scherz.“
„Ich mein’s aber ernst. Halte sie fest Benjamin. So eine wie Madeleine findest du nur einmal.“
 Nachdenklich starrte er auf den Asphalt zu seinen Füßen und murmelte nur ein „Hm“.

Erster Teil.

Sonntag, 15. Januar 2012

Drum lass Geduld uns durch die Prüfung lernen, weil Leid der Liebe so geeignet ist.



Sie starrte auf die Scherben, die überall in der Küche verteilt auf dem Fußboden lagen.
Blau, klein und spitz starrten sie zurück und sie konnte es beinahe hören, was sie flüsterten: „Das hast du nun davon.“
Es war ein eins a Streit gewesen, wirklich nicht von schlechten Eltern. Es wurde geschrien, gebrüllt, mit Türen geknallt und zu guter letzt wurde das Geschirr zerschlagen.
Er hatte ihr Dinge an den Kopf geworfen, die sie lieber vergessen wollte und sie hatte Sachen gesagt, die sie ebenfalls lieber aus ihrem Gedächtnis gestrichen hätte.
Sachen, die sie nicht ernst gemeint hatte, die in ihrem Zorn aus ihr heraus gesprudelt waren und die sie hatte zurück nehmen wollen, als es schon zu spät war.
Sie hatte es ihm ansehen können, dass es ihm nun endgültig reichte, dass es genug war, dass er keine Lust mehr auf diese ewige Streiterei hatte.
Und da hatte er nicht ganz unrecht, denn auch sie war erschöpft davon, ihm ständig böse zu sein. Auch sie wollte viel lieber in Harmonie mit ihm leben. Doch wie manches auf der Welt einfach nicht miteinander funktionierte, so schienen auch sie nicht miteinander zu funktionieren.
Der Haken an der Sache war nur, dass sie es auch ohne einander nicht taten.
Wie also leben? Wie also lieben?
Madeleine wusste es nicht und hatte es auch satt, darüber nachzudenken. Sie kam auf kein Ergebnis, es war verflucht, die Sache zwischen ihnen. Wenn er bei ihr war, wünschte sie sich, er wäre fort und wenn er es nicht war, sehnte sie sich nach seiner Nähe.
Und sie wusste, so ging es ihm auch und sie wusste, dass sie beide zu stur waren, dies zuzugeben.
Vielleicht waren sie dazu verdammt, ewig so weiter zu machen, bis sie alt und gebrechlich waren und der eine den anderen irgendwann im Schlaf erstickte.
Doch die Ewigkeit ist etwas, womit man nicht spaßen sollte, vor allem, wenn man erst Mitte zwanzig ist und noch so viel vom Leben erwartet wie Madeleine und Benjamin.
Mit verschränkten Armen stand sie in der Küche und starrte die Scherben an, als könnten sie etwas dafür, als wären sie die kleinen Übeltäter. Und alles was sie zu tun brauchte, war den Handfeger zu holen und sie sich aus den Augen zu schaffen.
Es ist nichts passiert, es ist nie etwas gewesen. Frei nach dem Motto „Aus den Augen – aus dem Sinn.“
Sie reckte das Kinn in die Luft, als wollte sie zeigen, dass sie über dem Ganzen stehe, dass es ihr rein gar nichts ausmache, und stieg über die Scherben hinweg.
In der Abstellkammer suchte sie nach Schaufel und Besen, doch alles, was sie fand, war ein kaputter Staubsauger, ein paar Lappen und ein zerlumpter Mob. Verärgert stieß sie die Tür wieder zu und ließ den Blick durch das Wohnzimmer gleiten.
Madeleine konnte es nicht leiden, wenn sie die Dinge nicht an ihrem üblichen Platz finden konnte. Jedenfalls nicht, wenn sie sich gerade mit Benjamin gestritten hatte und sowieso schon gereizt war.
Sie suchte noch ein paar Minuten, konnte aber weder den Besen noch die Schaufel finden und gab es schließlich auf. Dann lagen die blöden Scherben eben noch auf dem Fußboden, wenn er wieder kam. Falls er wieder kommt, dachte sie und schüttelte gleich darauf den Kopf, als wäre das ein völlig absurder Gedanke, für den sie sich schämen sollte.
Madeleine schnappte sich ihre Jacke und ging auf den Balkon um sich eine Zigarette zu genehmigen. Eigentlich hatte sie schon vor zwei Jahren aufgehört, als sie Benjamin kennen lernte, doch hin und wieder verlangte die gegebene Situation nach Nikotin.
Früher hatte sie bei ihren Freundinnen Dampf abgelassen, die ihr dann mitfühlend das Päckchen hin hielten und sie sich wortlos eine Zigarette nahm und sie zwischen ihre Lippen steckte.
Mittlerweile hatte sie ihr eigenes Päckchen, da es immer öfter vor kam. Das war nun schon die dritte diesen Monat. Und es war gerade einmal der zwölfte.
Sie war vermutlich auf dem besten Wege, rückfällig zu werden. Vielleicht sollte sie sich etwas anderes zum Abbau von Stress suchen. Sie könnte nähen oder stricken. Irgendwo hatte sie mal gehört, dass putzen ein kleines Wundermittel gegen Stress wäre. Aber das hatte ihr noch nie großen Spaß gemacht und sie tat es immer nur, weil sie es musste und weil Benjamin es nicht tat.
Sie sollte sich vielleicht ein Hobby suchen, irgendetwas, das ihr auch wirklich gefiel.
Wild entschlossen zog sie ein letztes Mal an der Zigarette, blies den Rauch genüsslich wieder in die kalte Luft und drückte sie im Aschenbecher aus.
Madeleine nahm diesen gleich mit rein und schmiss ihn in den Mülleimer. Sie hatte sich sowieso immer schuldig gefühlt, weil sie Benjamin versprochen hatte, damit aufzuhören.
Dabei fiel ihr Blick auf den Handfeger, der direkt neben dem Mülleimer lehnte.
Sie schnappte ihn sich und kehrte die Scherben weg. Dabei beschloss sie, Benjamin nicht mehr böse zu sein, wenn er wieder kam. Und daran hatte sie auch gar keinen Zweifel. Denn wie hatte sie sich vorhin noch gedacht? Sie konnten zwar nicht miteinander, doch ohneeinander kamen sie auch nicht zurecht. Die Scherben wanderten in den Mülleimer und gleich sah alles viel freundlicher aus. Aus den Augen – aus dem Sinn.


Montag, 9. Januar 2012

Wie erste Schultage nun mal sind.


Hallöchen. (: Im schönen Hessen sind die Ferien nun zu Ende und die kleine Noelle hatte heute ihren ersten Schultag. Und naja, was soll ich sagen? Mein Tag war, wie erste Schultage nun mal sind. Ganz okay, aber den Ferien trauert man immer hinterher.
Jetzt habe ich neun Wochen Schulde, danach zwei Wochen Praktikum und dann wieder zwei Wochen Osterferien. Wie soll ich das bloß überstehen? :D

P.S: Habe eben mit meinem Vater und meinem Bruder "Mr. Poppers Pinguine" gesehen und lag beinahe auf dem Boden vor lachen. Solltet ihr euch auch mal ansehen. (: Hier geht's zum Trailer.

Ach ja, und drückt mir die Daumen für die Physikarbeit morgen. Ich bin irgendwie weniger zuversichtlich, aber naja. Think pink.
Noelle ♥

Freitag, 6. Januar 2012

Duftkerzen und Nagellack.


Es war nun fünf Jahre her, seitdem er sie das erste Mal gesehen hatte. Damals war er mit Freunden weg gewesen, ein bisschen feiern, einen trinken – Spaß haben. Sie hatte am Tisch gegenüber gesessen und war in Begleitung zweier Freundinnen gewesen. Er hatte zu ihr rüber gesehen, sie lachte und erblickte ihn und für einen Moment – das Gefühl hatte er jedenfalls – hatte die Welt aufgehört sich zu drehen. In dem Moment, in dem er zum ersten Mal in ihre braunen Augen sah, stand die Zeit still. Später hatten sie zusammen an der Bar gestanden und er konnte nicht anders, als sie anzusprechen.
Sie war freundlich, lächelte und lachte sogar, als er den jämmerlichen Versuch unternahm, witzig zu sein. Er wusste nicht, ob es aus Höflichkeit war, oder ob sie es wirklich lustig fand, was er gesagt hatte, aber das würde er auch wohl nie erfahren.
Er lud sie und ihre Freundinnen ein, sich zu ihnen zu setzen, doch sie lehnte dankend ab. Auf der Serviette, die sie ihm zuschob, stand allerdings eine Telefonnummer. Sie lächelte und verschwand kurz darauf wieder im Raum nebenan.
Natürlich rief er sie am nächsten Tag an. Natürlich verabredeten sie sich nicht nur einmal und natürlich verliebten sie sich ineinander.
Es war nun vier Jahre, 354 Tage und schätzungsweise 16 Stunden her, seitdem er das erste Mal neben ihr aufgewacht war. In ihrer winzigen Wohnung unter dem Dach mit der grellgelben Lampe auf dem Nachttisch, dem Röhrenradio von ihrer Großmutter und einem roten Überzug für den Toilettendeckel. Die geblümten Gardinen nicht zu vergessen. In dieser Wohnung hatte er sich schon immer mehr zu Hause gefühlt, als in seiner eigenen. Doch wenn er sich heute an diese Wohnung erinnert, erinnert er sich immer an den Geruch von Duftkerzen. Duftkerzen und Nagellack.

Schaut doch auch noch einmal hier vorbei. Vielleicht findet sich ja noch jemand...

Auf ein weiteres Mal.


Schuldig im Sinne der Anklage! Schon wieder kein kreativer Post, aber ich hab zurzeit so viel zu erzählen. Interessiert vermutlich sowieso die wenigsten, was ich hier teilweise schreibe. :D
Im Moment weilt irgendwie nur eine Hälfte von mir unter den Lebenden. :D Ich verschlafe immer den halben Tag, mache tagsüber nichts Produktives und bin abends lange wach und sehe mir jeden Mist im Fernsehen an.
Aber hey, ich habe Ferien und irgendwie tut es mir echt gut, einfach mal nichts zu tun. 
Naja, heute war ich wenigstens mal in der Stadtbücherei um in der Psychologieabteilung etwas  herum zu stöbern. Ich hab heute mal wieder einen dieser zum Scheitern verurteilten Versuche ein Buch zu schreiben gewagt.
Wer weiß, ihr erfahrt es als erstes, wenn ich es wieder hin schmeiße. :D Irgendwann sollte ich mal alle angefangenen, aber nie zu Ende erzählten Geschichten ausdrucken und im Garten begraben. Eine Bestattung, wie es sich gehört.

Ja, was wollte ich noch sagen? Ach ja, wie eventuell der ein oder andere gesehen hat, habe ich Punkt äh 6a von meinem Projekt 2012 schon streichen können. Wenn das nur bei jedem so schnell gehen würde. Jedenfalls habe ich mir nun ein Tagebuch gekauft und noch dazu ein sehr schönes. Ich hätte ja selbst ein paar Fotos gemacht, aber mein Bruder hat noch meine Kamera und der ist in Berlin.
Naja, jedenfalls habe ich im Internet etwas gestöbert und dann auch schnell das hier gefunden.

Eigentlich ist es ein Kalender. Links auf einer Doppelseite stehen immer die Wochentage mit Datum, dort schreibe ich rein, was ich so mache oder kleine Gedankengänge - immer auf den Tag bezogen. Links ist die ganze Seite frei für Notizen, dort schreibe ich dann eher Gedanken und Gefühle in längeren Texten nieder. Klappt sehr gut und ich kann mir das notieren der Daten sparen.
Die Schrift ist übrigens eingeprägt, an sich ist das Buch sehr schön gemacht, hat aber auch einen stolzen Preis von ca 20€. Paperblanks-Bücher findet man eigentlich in jeder Buchhandlung und jedem Schreibwarengeschäft. 

Ich bin auch im Besitz von diesem hier, aber meins hat einen Gummizug-Verschluss, statt der Magnetlasche. Das benutze ich für die Schule, für Hausaufgaben und so weiter.
Sehr zu empfehlen, meiner Meinung nach.
Der Platz ist vollkommen ausreichend, es ist handlich und hübsch dazu. 

Naja, ich will euch auch nicht weiter langweilen. (:

Noelle ♥

Mittwoch, 4. Januar 2012

Fünf Klassiker.



Romeo und Julia/Hamlet/Othello, William Shakespeare

Drei große Tragödien des englischen Meisters der Charakterdarstellung: ›Romeo und Julia‹ ist ein erster Höhepunkt in Shakespeares Werk – die Liebesdialoge zählen zu den schönsten der Weltliteratur. Rachsucht und Eifersucht sind die Hauptthemen in ›Hamlet‹ und ›Othello‹, die in der Blüte seines Schaffens entstanden.


348 Seiten
erschienen im September 2002
9,90€









Jane Eyre, Charlotte Bronte

Jane Eyre ist eine Frau, die mit Sicherheit und Klugheit ihren Weg geht, die volle Gleichberechtigung von Mann und Frau als eheliche Grundlage fordert – und deshalb gegen puritanische Engstirnigkeit und moralische Verlogenheit anzukämpfen hat. Ein unerhört aktuelles Buch, das in alle Weltsprachen übersetzt, dramatisiert und vielfach verfilmt wurde.


688 Seiten
erschienen 1988 (Diogenes)
12,90€









Oliver Twist, Charles Dickens

Oliver Twist, Sohn unbekannter Eltern, wächst im Armenhaus einer Kleinstadt unter dem harten Regiment des selbstgefälligen Mr. Bumble auf. Er kommt zu einem Leichenbestatter in die Lehre, flieht ohne einen Pfennig nach London und gerät in die Fänge des Hehlers Fagin, der eine Bande jugendlicher Taschendiebe anführt.


320 Seiten
erschienen in Dez. 2005 (Diogenes)
10,90€



Bild via






Die letzte Schöne des Südens, F. Scott Fitzgerald

In den Jahren 1925–1929 verdiente Fitzgerald mit seinen Short Stories so viel wie kein Schriftsteller je zuvor – bis der Börsencrash den goldenen Jahren ein Ende setzte. ›Die letzte Schöne des Südens‹ ist, wie eigentlich das ganze Fitzgerald’sche Werk, die Vorwegnahme dieser Desillusionierung. Was bleibt, ist die Erinnerung an glamouröse Zeiten und bittersüße Melancholie.


784 Seiten
erschienen in Dez. 2009
24,90€









Schnee auf dem Kilimandscharo, Ernest Hemingway

In diesem Band sind einige der großartigsten und eindrucksvollsten Erzählungen aus dem Werk Ernest Hemingways versammelt. Darunter die beiden, die dem Autor selbst am liebsten waren, nämlich „Schnee auf dem Kilimandscharo“ und „Das kurze glücklose Leben des Francis Macomber“. Hinter der scheinbar kunstlosen Sprache dieser Stories verdichtet sich erfahrenes Leben zur Wahrheit über Liebe und Tod.


128 Seiten
1. Juli 1999 (14. Auflage)
7,99€










Ich hab mir ja vorgenommen, dieses Jahr mindestens fünf Klassiker zu lesen. Und hier hab ich mir schon mal fünf ausgesucht. :) 



Noelle ♥


Dienstag, 3. Januar 2012

Don't you know you're talking about a revolution?

Das ist das Lied, das mich heute am meisten bewegt und mir geholfen hat. Ich dachte, ich enthalte euch das nicht vor, da es ein wunderschönes Lied ist und ich liebe Tracy Chapman, sie ist einfach eine wunderbare Sängerin. ♥




Don't you know you're talking about a revolution
It sounds like a whisper
Don't you know they're talking about a revolution
It sounds like a whisper
While they're standing in the welfare lines
Crying at the doorsteps of those armies of salvation
Wasting time in unemployment lines
Sitting around waiting for a promotion
Don't you know you're talking about a revolution
It sounds like a whisper
Poor people are gonna rise up
And get their share 
Poor people are gonna rise up 
And take what's theirs
Don't you know you better run, run, run, run, run, run, run, run, run, run, run, run, run
Oh I said you better run, run, run, run, run, run, run, run, run, run, run, run, run
Cause Finally the tables are starting to turn
Talking about a revolution
Yes, Finally the tables are starting to turn
Talking about a revolution oh no
Talking about a revolution oh no
While they're standing in the welfare lines
Crying at the doorsteps of those armies of salvation
Wasting time in unemployment lines
Sitting around waiting for a promotion
Don't you know you're talking about a revolution
It sounds like a whisper
And finally the tables are starting to turn
Talking about a revolution
Yes, Finally the tables are starting to turn
Talking about a revolution oh no
Talking about a revolution oh no
Talking about a revolution oh no
via


Noelle ♥

Montag, 2. Januar 2012

Ob sie es wissen?


Ich sitze auf deinem Sofa, trage eins deiner Hemden und trinke aus deiner Lieblingstasse.
Es ist noch sehr früh, die Sonne geht gerade auf.
Ich will dich rufen, damit du diesen Anblick auch genießen kannst, doch du bist gerade unter der Dusche und hörst mich nicht. Schon als Kind habe ich Sonnenaufgänge geliebt.
Manchmal stellte ich mir den Wecker um zu sehen, wie die Sonne langsam am Horizont auftauchte.
Aber irgendwie ist es merkwürdig, dabei in deiner Wohnung zu sitzen. Mit all den Bildern deiner Familie.
Du mit deiner Ex-Frau und euren Kindern irgendwo in der Toskana. Du und deine Familie an Weihnachten. Du und deine Freunde bei der WM 2006. Du und ich - vor zwei Monaten.
Zuhause habe ich auch ein Foto von dir und mir, aber darauf sind auch noch etwa 28 andere Schüler.
Am Kühlschrank hängen Kunstwerke deiner Kinder - Leon und Antonia. Ich habe sie schon kennen gelernt, aber du stelltest mich als eine deiner Schülerinnen vor.
Ich frage mich, ob sie es nicht wissen, wenn sie die Fotos sehen. Und was deine Freunde denken und wie deine Ex-Frau reagiert. Ob sie es wissen?
Eigentlich ist es verpönt. Man geht mit seinem Lehrer nicht aus, man schläft auch nicht mit ihm und sich in ihn verlieben, das geht schon gar nicht. 



Hey hey. :) Ich wollte euch mal darauf hinweisen, dass ich eine neue Seite erstellt habe. Ihr könnt sie ja mal begutachten. Ich dachte mir, wenn ich meine Ziele fast tagtäglich vor der Nase habe, dann sind sie leichter einzuhalten.


Noelle ♥

Sonntag, 1. Januar 2012

Midnight in Paris.


Vorab will ich euch noch sagen: Bitte lest das ganz durch, denn der eigentliche Sinn dieses Textes steckt erst in der Mitte.

Also der Tag heute war einfach toll. Ich liebe diese Tage, an denen man praktisch den ganzen Tag am Frühstückstisch sitzt. Generell liebe ich es, wenn meine Geschwister da sind.
Wir saßen wirklich den ganzen tag am Tisch und haben geredet und waren nur zwischendrin mal spazieren, weil das lange Sitzen unbequem wurde. Zum Abschluss haben wir dann einen wunderbaren Film gesehen und jetzt kommen wir nämlich zum eigentlichen Sinn dieses Eintrags. Der Film hieß Midnight in Paris und handelte von einem amerikanischen Drehbuchautoren, der viel lieber ein richtiger Schriftsteller wäre. Er ist mit seiner Verlobten in Paris, die aber keinerlei Verständnis für seine Schwärmereien von dieser Stadt und ihren Künstlern in den 20er Jahren. Aus diesem Grund zieht er eines Nachts alleine los und wird Schlag Mitternacht von einem Auto und einigen Künstlern in die 20er "entführt", wo er seine Idole wie Scott Fitzgerald und Hammingway kennen lernt.
Was der Film aber eigentlich darstellte, war, dass es in jeder Epoche Menschen gibt, die man bewundern kann und dass man in 80 Jahren auf dieses Jahrzehnt zurück blickt und sagt: "Damals hätte ich leben sollen, das war alles so viel interessanter."
Aber für die Menschen, die 1920 gelebt haben, war das doch auch nur die Gegenwart und die fanden sie langweilig, denn andere Epochen waren doch viel aufregender.
Wenn ihr jetzt absolut nicht versteht, was ich euch gerade versuche, zu vermitteln, dann guckt euch den Film - bitte! - an.
Denn ich denke, jeder, der ein bisschen aufgeschlossen und daran interessiert ist, wird verstehen, was ich euch sagen will. Leider ohne Erfolg, wie man sieht, denn auch mir fehlen manchmal die Worte, obwohl ich ja immer so viel zu sagen habe.
Noelle ♥

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Hinweis:

Anfragen auf gegenseitiges Verfolgen werden ignoriert.